Diskussionen um Kindertagesstätte auf dem Eulenberg

Die Geburten- und Kinderzahlen in Markkleeberg steigen stetig. Im Freistaat Sachsen liegt Markkleeberg beim Anteil der unter 18-jährigen an der Bevölkerung an zweiter Stelle aller sächsischen Kommunen. Für die neue Kita auf dem Eulenberg liegen bereits Bewerbungen von 11 freien Trägern zur Betreibung vor. Und trotz aller guter Nachrichten gibt es heftige Diskussionen um diese Kita. Die von Anwohnern bereits im Oktober vorgetragenen Bedenken wurden in mehreren Sitzungen von den Stadträten hinterfragt.

Die ursprüngliche Planung der Stadtverwaltung wurde daraufhin geringfügig verändert. In der Diskussion wurde das Pro und Kontra jeder Variante gegenüber gestellt. Die Stadträtinnen und Stadträte des Bau- und Sozialausschusses haben in ihrer freien Entscheidung diesen Planungen mehrheitlich zugestimmt.

Das Hauptargument der Anwohner, dass der Ligusterring verkehrlich überlastet wird, konnte entkräftet werden. Die Erschließung der Kita erfolgt für die Eltern zu 100 % über die Freiburger Allee. Auf der Seite des Ligusterringes wird es nur einen Personaleingang geben. Das Tor, welches vom Personal genutzt wird, erhält dabei keine Klinke, sondern einen Knauf, damit eben dieses Tor nicht als Hintereingang genutzt werden kann. Auch wurde eine Anlieferzone außerhalb des Straßenbereiches, wie von den Anwohnern gefordert, geschaffen.


Die Ausschüsse haben sich allerdings dagegen ausgesprochen, die Parkplätze direkt vor der Terrasse des Kindergartengebäudes zu errichten. Auf das geforderte Drehen des Gebäudes wurde ebenfalls verzichtet, weil die vorgeschlagene Variante des Planungsbüros die Fläche, auch unter dem Aspekt der Sonneneinstrahlung für Terrasse und Spielflächen, optimal ausnutzt. Es wurde also hier eine Entscheidung im Interesse der Kinder getroffen.


Wir möchten darauf verweisen, dass ausgehend vom rechtskräftigen Bebauungsplan bis zu den Entscheidungen der Gremien des Stadtrates alle rechtlichen Belange eingehalten wurden. Die Einwände der Anwohner wurden entsprechend abgewogen. Aus unserer Sicht ermöglicht die derzeitige Planung den Erhalt der Wohnqualität für die Anwohner des Ligusterringes. Selbstverständlich muss die Thematik der Außenflächen nun noch einmal mit dem zukünftigen freien Träger erörtert werden, um auch die Interessen der Eltern bei der Gestaltung dieser Flächen ausreichend zu berücksichtigen.

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