Informationen zur Schließung der Post Filiale

Post bewegt immer noch die Gemüter - Bundesnetzagentur antwortet

Die Bundesnetzagentur sieht keine Einwirkungsmöglichkeiten auf die unternehmerische Entscheidung der Deutschen Post AG. Dies teilt die Bundesbehörde in ihrem Schreiben vom 13.02.2007 mit. Nach der Postuniversaldienstleistungsverordnung müssen die Postfilialen an 6 Tagen in der Woche geöffnet haben. Die Prüfung habe nun ergeben, dass die Öffnungszeit der Filiale Hermann-Landmann-Straße 8 am Samstag von 10.00 bis 11.00 Uhr, also eine Stunde, für die Große Kreisstadt Markkleeberg mit 24.000 Einwohnern ausreichend ist.

Der Brief der Bundesnetzagentur

Unterdessen gehen beim SPD-Ortsverein immer noch Beschwerden über die Postschließung und Servicemängel in den Filialen ein. Bitte teilen Sie uns diese mit Ihrer vollständigen Anschrift schriftlich, z. B. per E-Mail mit.

Weitere MÖglichkeiten:

Teilen Sie Ihre Beschwerden, auch zurückliegende, der Deutschen Post AG unter
(01802) 33 33
persönlich mit. (6 ct. pro Anruf)
Nutzen Sie auch das Kontaktformular der Deutschen Post. Sie finden es unter folgendem Link:
Kontaktformular Kundenbeschwerden Deutsche Post


Hinweis: Sollte der Link zum Beschwerdeformular der Deutschen Post AG nicht funktionieren, bitten wir Sie uns umgehend zu informieren. Leider wird die Adresse durch die Deutsche Post AG hin und wieder geändert.

 

 

"Krokodilstränen bei der Markkleeberger SPD"


Mit einem Artikel "Krokodilstränen bei der Markkleeberger SPD" auf der Homepage der Landkreis-FDP hat sich am 22.01.2007 nun auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Christoph Waitz zur Schließung der Postfiliale in der Rathausgalerie geäußert. Und weil es nun einmal einfacher ist, den politischen Kontrahenten zu attackieren, als selbst in der Sache aktiv zu werden, stehen für Herrn Waitz die Schuldigen an der Postschließung natürlich fest: die Markkleeberger SPD und allen voran der Markkleeberger SPD-Oberbürgermeister.

Mit der Unterschriftenaktion gegen die Postschließung wollte die Markkleeberger SPD "nur Wasser auf die eigenen politischen Mühlen lenken", so Waitz. Und weiter heißt es: "Mit dem zweifelhaften Resultat, dass immerhin 3 persönliche Beschwerden von Markkleeberger Bürgern über die Filialschließung bei der Deutschen Post AG eingingen."

Hierzu stellen wir fest:
Die Absender der 3 persönlichen Beschwerden (von uns bisher noch nicht veröffentlicht) sind:
- Absender Nr. 1: Dr. Bernd Klose, Oberbürgermeister der Stadt Markkleeberg;
- Absender Nr. 2: Herr R. aus Markkleeberg (Name aus Datenschutzgründen gekürzt);
- Absender Nr. 3: Karsten Schütze, Stadtrat in Markkleeberg, mit 1.323 Unterschriften Markkleeberger Bürgerinnen und Bürger.
Für die Deutsche Post AG sind dies in der Summe leider nur 3 persönliche Beschwerden.

Das eigentliche Problem für die Postschließung ist für Herrn Waitz "die Untätigkeit der Stadtverwaltung von Markkleeberg, die viel eher als Landtags- oder Bundestagsabgeordnete sich um die Erhaltung der Postfiliale hätte kümmern können und müssen."

Hierzu stellen wir fest:
Mit Datum vom 10.05.2006 und 15.08.2006 erhielten der Markkleeberger OBM und die Wahlkreisabgeordneten für den Bundes- und Landtag jeweils gleichlautende Briefe der Deutschen Post AG. Der Einzige, der darauf reagiert hat, war der Markkleeberger Oberbürgermeister. Die Deutsche Post AG unterliegt als ehemaliges Unternehmen des Bundes immer noch der Aufsichtsbehörde des Bundes, der Bundesnetzagentur. Aus diesem Grund wurden und werden die Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises bei anstehenden Änderungen im Filialnetz informiert.

Für Herrn Waitz wäre es die Aufgabe des Wirtschaftsförderers der Stadt Markkleeberg gewesen, für den Erhalt der Filiale zu kämpfen. "Aber diesen Wirtschaftsförderer hat die Stadtverwaltung und der Oberbürgermeister im Frühling 2006 unter fadenscheinigen Gründen vor dem Ende der Probezeit gekündigt."

Hierzu stellen wir fest:
Die Kündigung des Wirtschaftsförderers zum Ende der Probezeit erfolgte auf der Grundlage eines Beschlusses des Hauptausschusses am 27.02.2006. Aus objektiven Gründen wurde dieser Beschluss mit den Stimmen aller Parteien, also auch mit Zustimmung der FDP, einstimmig gefasst.




Post-Filialnetz in Markkleeberg - Bundesnetzagentur leitet Überprüfung ein



Die Aufsichtbehörde des Bundes für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen hat mit Schreiben vom 18.12.2006 auf unserem Protestbrief zur Schließung der Postfiliale in der Rathausgalerie reagiert. Grundsätzlich stellt die Bundesnetzagentur fest, dass die Deutsche Post AG die Anforderungen der Post-Universaldienstleistungsverordnung (PUDLV) in Markkleeberg einhält. Was allerdings die Öffnungszeiten und Serviceleistungen der Post-Service-Filiale in der Hermann-Landmann-Straße 8 anbelangt, wurde die Deutsche Post um eine Stellungnahme gebeten. Wie die zuständige Mitarbeiterin der Bundesnetzagentur in einem Telefongespräch mitteilte, muss sich die Deutsche Post AG bis zum 18. Januar 2007 schriftlich bei der Bundesnetzagentur melden. Nach den erforderlichen Prüfungen erhalten wir eine weitere schriftliche Nachricht.

Antwortschreiben der Bundesnetzagentur




Keine Postfiliale im Stadtzentrum - Gespräch mit Deutscher Post AG fand statt



Als Reaktion auf die Unterschriftenaktion gegen die Postschließung in der Rathausgalerie kam die Regionale Politikbeauftragte der Deutschen Post AG zu einem Treffen nach Markkleeberg. Das Gespräch mit Vertretern der Markkleeberger SPD machte deutlich, dass die Interessen der Kunden für die Post zweitrangig sind. Auch nach dem Gespräch ist die Entscheidung der Post nicht nachvollziehbar. Für das leere Geschäft in der Rathausgalerie muss der Konzern noch 8 (!) Jahre Miete bezahlen. Die Auswahl der neuen Filialen in Markkleeberg erfolgte durch eine Gebietsleiterin, die mit den Händlern der Rathausgalerie nicht einmal ins Gespräch gekommen ist, obwohl sich drei (!) Händler um die Postfiliale beworben hatten. Der Betreiber der Eulenberg-Filiale war im Vorteil, weil er bereits im Umland eine Postagentur betreibt. Interessant auch, dass die privaten Partner der Post sechs Wochentage geöffnet haben müssen. Die Filiale in der Landmann-Straße erfüllt diese Voraussetzung, weil sie samstags eine (!) Stunde geöffnet hat. Die Ladengröße, bei einem anderen Bewerber ein Ausschlussgrund, wird von der Deutschen Post AG in dieser Filiale als ausreichend eingestuft.

Eine Änderung im Filialnetz wird es nach Aussage der Politikbeauftragten momentan nicht geben. Allerdings würde das Filialnetz regelmäßig überprüft und gegebenfalls angepasst. Während unserer Unterschriftenaktion haben uns viele Bürger über Mängel in der Qualtität der Beratung berichtet. So wurden Briefe falsch frankiert, Briefmarken waren ausverkauft und lange Warteschlangen bildeten sich. Leider sind bei der Post bisher insgesamt nur drei persönliche Beschwerden über die Markkleeberger Filialen eingegangen.

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