Sonderseite zum Kanupark Markkleeberg

Der Kanupark am Markkleeberger See ist für die Region von besonderer Bedeutung. Ein naturbelassener See mit Trampelpfad hätte es auch werden können. Doch die Markkleeberg Stadträte erkannten ihre Verantwortung für die Region und fassten 1999 einstimmig den Beschluss zur Entwicklung des Markkleeberger Sees - mit dem Kanupark. Auch die Folgebeschlüsse für den Kanupark waren eindeutig, so im September 2001 ohne Gegenstimme mit 24 Ja-Stimmen und einer Enthaltung und nach dem Olympia-Aus der Stadt Leipzig im September 2004 unter Berücksichtigung eines betriebswirtschaftlichen Konzepts mit 17 Ja-Stimmen
Ein See allein bedeutet keinen wirtschaftlichen Aufschwung in einer strukturschwachen Region mit hoher Arbeitslosigkeit. Ein See dagegen mit einem Alleinstellungsmerkmal, wie dem Kanupark, kurbelt den Tourismus an und mit ihm die Wirtschaft. Und selbst wenn der Kanupark in Zukunft möglicherweise dauerhaft auf Zuschüsse aus dem Markkleeberger Haushalt angewiesen sein wird, profitiert die ganze Region davon, wie die jetzige Entwicklung am Markkleeberger See bereits zeigt.
Fakten zum Kanupark:
Sportliche Höhepunkte bis 2010
- 27.-29.04.2007 Qualifikation zur Weltmeisterschaft und Junioren-Europameisterschaft im Kanuslalom
- 27.-29.07.2007 1. Kanu-Festival Markkleeberg
- 01.-02.09.2007 Deutsche Meisterschaften im Kanuslalom
- 28.-30.03.2008 Internationaler C-Wettkampf Kanu-Slalom
- 02.-04.05.2008 Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking Kanu-Slalom
- 22.-25.05.2008 DKV-Paddlertage
- 04.-06.07.2008 FIS Rollski-Weltcup am Markkleeberger See
- 22.-24.08.2008 Deutsche Jugend-/Junioren Meisterschaften im Kanu-Slalom
- 19.-21.09.2008 World Series German Open 2008 Kanu-Slalom
- 2010 U23-/Junioren-Europameisterschaften im Kanu-Slalom
Wettkampfstrecke:
- Länge: 270 m
- Breite: 8,40 m
- Höhenunterschied zwischen Start- und Zielbecken: 5,20 m
- Wasservolumen pro Sekunde: 4 m³ bis 19 m³
- Fläche Startbecken: 715 m²
Trainigsstrecke:
- Länge: 130 m
- Breite: 5,40 m
- Höhenunterschied zwischen Start- und Zielbecken: 1,80 m
- Wasservolumen pro Sekunde: 4 m³ bis 13 m³
- Fläche Startbecken: 680 m²
Zielbecken:
- Fläche: 1.400 m²
- direkte Verbindung zum Markkleeberger See
Pumpenanlage:
- Pumpenanzahl: 6
- Gesamtleistung: 2.000 kW
Baukosten:
- ca. 11,9 Mio Euro
- davon ca. 8,0 Mio Euro Fördermittel von Bund, Land und NOK
Entwicklungsgeschichte des Kanuparks:
- 19.09.2001 - Beschluss des Markkleeberger Stadtrates zum Bau der Wildwasseranlage mit 24 Ja-Stimmen und einer Enthaltung
- 15.05.2002 - Übergabe der Bewerbungsunterlagen der Stadt Leipzig für Olympia 2012 mit der Wildwasseranlage
- 23.06.2004 - Beschluss des Markkleeberger Stadtrates zur Fortführung des Projektes trotz "Olympia-Aus"
- 22.07.2004 - Stadt Markkleeberg erhält Fördermittelbescheid über knapp 8,0 Mio Euro
- 15.09.2004 - Zustimmung des Stadtrates zum Bau der Anlage
- 15.04.2005 - Erster Spatenstich
- 07.09.2006 - Erster Probebetrieb
- 11.11.2006 - Übergabe der Anlage an die Stadt Markkleeberg
- 13.04.2007 - Offizielle Eröffnung
Erfolgreiches Jahr 2007 für den Kanupark
Das erste Jahr war für den Kanupark Markkleeberg überaus erfolgreich. Rund 200.000 Menschen besuchten die Anlage am Markkleeberger See. 9.000 Freizeitsportler nutzten dabei die Wildwasseranlage. Die älteste Teilnehmerin war eine 84-jährige Frau. Großer Beliebheit erfreute sich die Anlage auch für Firmenfeiern. Insgesamt konnten 1.025 Nutzungsstunden verzeichnet werden.

15. April 2007: Großes Eröffnungsfest mit 13.000 Zuschauern
13.000 Zuschauer kamen zur Eröffnung des Kanuparks am 15. April 2007. Mit einem bunten Programm wurde die Wildwasseranlage am Markkleeberger See offiziell eröffnet. Die Sportanlage, die vergleichbar ist mit den Olympiaanlagen in Athen und Sydney, kann nun auch von Freizeitsportlern genutzt werden. So bildete sich am Eröffnungstag bereits eine lange Schlange von Menschen, die die Anlage testen wollten. Zuvor zeigten aktuelle und ehemalige Kanusportler ihr Können auf der Anlage. Zu den Höhepunkten gehörte auch ein Prominenten-Rafting-Rennen. In großen Schlauchbooten im wilden Wasser unterwegs, gewann das Team von Costa Cordalis.
Auch Markkleebergs OBM Dr. Bernd Klose testete die Anlage persönlich. Gemeimsam mit Stadträten aller Fraktionen des Stadtrates startete das Team "Markkleeberg I". Dass am Ende nur der letzte Platz heraus kam, wurde als Gastgeberfreundlichkeit interpretiert. Schließlich waren alle von dem Erlebnis des Wildwassers begeistert. Und wann sitzen alle Parteien schon mal in einem Boot...
Ausgezeichnet wurde der Kanupark im Rahmen der Image-Kampagne "Deutschland - Land der Ideen", einer gemeinsamen und überparteilichen Initiative von Bundesregierung und Deutscher Wirtschaft. Am 13. April 2007, dem Tag der feierlichen Eröffnung, war Markkleeberg "Ort des Tages" in Deutschland. Der DuMont Reiseverlag hat einen Reiseführer "365 Ideen aus Deutschland, die jeder kennen sollte" herausgegeben. Die F.A.Z. schrieb über diesen Reiseführer: "Wenn jemals ein Ruck durch den deutschen Tourismus gehen sollte, dann dieses Buchs wegen." Unter der Überschrift "Aufbau Ost durch wilde Gewässer - Ein Braunkohle-Tagebau wird Kanupark.", ist auch Markkleeberg in diesem Buch als Reiseziel beschrieben.
Stimmen zum Kanupark
"Die Anlage zeigt, was Ingenieurkunst in Deutschland zu leisten vermag. Jeder Besucher, der sich hier aufhält und wohlfühlt, ist ein Kompliment an unser gemeinsames Handeln."
Oberbürgermeister Dr. Bernd Klose
"Tage, wie heute machen Mut, Stolz und Spaß."
Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt zur Eröffnung
"Obwohl die Anlage eigentlich für den Leistungssport konzipiert ist, eignet sie sich auch sehr gut für den touristischen Bereich. Hier mit einem Raft hinunterzufahren, das macht einfach Spaß."
Weltcupsiegerin und Vizeweltmeisterin im Kanu Mandy Planert
"Das Stecksystem der Hindernisse ist sehr gut, durch den schnellen und einfachen Umbau ist die Strecke so variabel wie fast nirgendwo."
Teamweltmeister im Kanu Jan Benzien
"Ich bin sehr froh, das wir den neuen Kanal haben."
Bundestrainer Jürgen Köhler
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365 Orte im Land der Ideen: Markkleeberg mit Kanupark dabei
"Deutschland - Land der Ideen" ist eine gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Ziel der Initiative ist es, im In- und Ausland ein Bild von Deutschland als innovatives, weltoffenes und begeisterungsfähiges Land zu vermitteln. Schirmherr der Initiative ist Bundespräsident Horst Köhler. Die FC Deutschland GmbH mit ihrem Geschäftsführer Mike de Vries koordiniert die Initiative. "Land der Ideen" wird von zahlreichen deutschen Unternehmen sowie Kooperationspartnern aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft unterstützt.
Ein Projekt der Initiative, das die Zukunftsfähigkeit und den Ideenreichtum Deutschlands täglich widerspiegelt, ist Deutschlands größte Veranstaltungsreihe "365 Orte im Land der Ideen". Mehr als 1.500 kommunale und private Einrichtungen, Vereine, Verbände und Initiativen haben sich bundesweit um die Auszeichnung "Ausgewählter Ort 2007" beworben. Und Markkleeberg wurde ausgewählt!
Unter der Überschrift "Aufbau Ost durch wilde Gewässer" wird der Markkleeberger Kanupark unter www.land-der-ideen.de vorgestellt. Am 13. April 2007, dem Tag der offiziellen Eröffnung des Kanuparks war Markkleeberg "Ort des Tages" in Deutschland. In der Projektbeschreibung der Initiative ist nachzulesen: "Mit Hilfe von Firmen, die bereits die Anlagen der Spiele in Sydney und Athen gebaut haben und dies auch für Peking 2008 tun, kommt es mit dem Kanupark nun doch nach Markkleeberg: Olympia-Feeling. Bis 1994 wurde im Tagebau Espenhain südlich von Leipzig Braunkohle gefördert - ab 2007 Sportler." Mehr Informationen auf der Seite: Ort des Tages am 13.04.2007.
Schlüsselübergabe im Kanupark
Mit der Schlüsselübergabe am 11. November 2006 ist die Stadt Markkleeberg nun offiziell Eigentümer der Wildwasseranlage am Markkleeberger See. Die große Eröffnungsfeier wird im April 2007, wahrscheinlich an den Osterfeiertagen, stattfinden. Danach kann die Anlage dann auch von Freizeitsportlern genutzt werden. Die deutsche Nationalmannschaft nutzte bereits die letzten Herbstwochen und den Tag der Schlüsselübergabe zu Trainingszwecken. Auch die Nationalmannschaft der Slowakei trainierte bereits in Markkleeberg. Zahlreiche Nationalmannschaften haben bereits Trainigslager auf dem Kanupark für das kommende Jahr angekündigt.
Im September 2007 werden als erster sportlicher Höhepunkt die Deutschen Kanuslalom-Meisterschaften in Markkleeberg stattfinden. Beste Bedingungen bietet die Anlage für die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2008, da sie der geplanten Anlage in Peking sehr ähnlich ist. Vergleichbare Anlagen existieren bisher nur in Sydney und Athen. Der Kanupark Markkleeberg ist somit eine der modernsten Sportanlagen seiner Art weltweit.
Aber auch Freizeitsportler werden ab 2007 die Anlage nutzen können: Rafting, Hydrospeed, Kanu-Freestyle, Kanu-Slalom oder Kanu-Polo - die Anlage bietet vielfältige Möglichkeiten zur Nutzung. Egal ob unerfahrener oder fortgeschrittener Freizeitsportler, im Kanupark kommen alle auf ihre Kosten und können durch wildes Wasser fahren.
Nähere Informationen zum Kanupark Markkleeberg finden Sie auf der Homepage des Kanuparks: www.kanupark-markkleeberg.com.

Kanupark - Begeisterung beim Probelauf
"Beeindruckend", "Einzigartig", "Wahnsinn" - die Begeisterung über die Wildwasseranlage am Markkleeberger See kannte keine Grenzen. Innerhalb weniger Sekunden füllte sich das Becken der Anlage, angetrieben durch drei (von sechs) Pumpen, mit Wasser aus dem Markkleeberger See. Für die Kanuten der deutschen Nationalmannschaft gab es nun kein Halten mehr. Der erste Probelauf des Kanuparks war für alle Beteiligten ein voller Erfolg.
Ob Sportler, Funktionäre der Kanuverbände, Medienvertreter oder Stadträte - alle waren vom Markkleeberger Kanupark überwältigt. Die Vorfreude auf die offizielle Eröffnung im April 2007 und auf nationale und internationale Meisterschaften war allen anzumerken.
Markkleeberg als Veranstaltungsort von Weltmeisterschaften - bald soll dies Realität werden. Der Kanupark ist in der Tat ein Projekt von überregionaler Bedeutung. Bund, Land und NOK geben fast 8 Millionen Euro Fördergelder dazu. Der Eigenanteil der Stadt Markkleeberg wird ca. 3,5 Millionen Euro betragen. Der Kanupark ist ein wichtiges Element für die touristische Entwicklung der Region. Und damit ist schließlich auch eine wirtschaftliche Entwicklung verbunden, weil durch umliegendes Dienstleistungsgewerbe (Hotel, Campingpark, Restaurants, Hafen, Ausleihstationen) neue Arbeitsplätze entstehen werden.
Leider wird der Kanupark in letzter Zeit zunehmend für Vergleiche beansprucht, wenn es darum geht andere Investitionen in Markkleeberg "einzufordern". Die Bedeutung der Kanu-Anlage und der Eigenmittelanteil der Stadt sollten dabei jedoch in der richtigen Relation betrachtet werden. Die Begeisterung beim Probelauf nährt jedenfalls die Hoffnung, dass die freizeittouristische Nutzung der Anlage deren Betriebskosten trägt. Ähnliche Anlagen, z. B. die Olympia-Anlage in Sydney und deren Frequentierung durch den Freizeitsport machen uns Mut, auch wenn letztendlich jede Investition auch gewisse Risiken in sich birgt.
Leider nutzte die PDS-Fraktion des Stadtrates wieder nicht die Möglichkeit sich über die Anlage vor Ort mal ein Bild zu machen. Wie schon beim ersten Spatenstich, bei der Vorstellung des Kanuparkes auf der Leipziger Touristikmesse und bei der Baustellenführung für die Stadträte waren auch beim Probelauf keine Stadträte der PDS-Fraktion zu sehen. Um so mehr verwundert es einen, wenn dann im Stadtrat in "Expertenmanier" gegen den Kanupark gesprochen wird und alle Beschlüsse zum Kanupark abgelehnt werden. Und das obwohl die PDS-Fraktion mit ihren Zustimmung zum Rahmenplan des Markkleeberger Sees, damals noch ohne die Leipziger Olympia-Pläne, das Projekt der Wildwasseranlage ja mal befürwortet hatte.





