Pläne der Deutschen Bahn werden zur Belastung für ganz Markkleeberg
Der City-Tunnel wird in Zukunft die verkehrliche Anbindung der Stadt Markkleeberg verbessern. Drei S-Bahnlinien mit modernen Fahrzeugen, einer Direktverbindung zum Flughafen und acht Minuten Fahrzeit zum Leipziger Markt - Markkleeberg wird vom City-Tunnel profitieren. Bis es aber soweit ist sind Baumaßnahmen notwendig, die erhebliche Beeinträchtigungen für das Stadtgebiet mit sich bringen.
Das Ausmaß dieser Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, passt aber offensichtlich nicht mit den Planungen der Deutschen Bahn AG zusammen. Wieder einmal stehen wirtschaftliche Interessen weit über denen der Menschen, der Gewerbetreibenden, dem Gemeinwohl und der Natur. Geradezu rücksichtlos sind die Pläne der Deutschen Bahn. So wird am Ende wohl nur der gerichtliche Weg bleiben, um die Schutzinteressen der Markkleeberger Bürger einzuklagen.
Besonders gravierend werden die Auswirkungen auf der Waldbahnstrecke, die als Umleitungsstrecke dienen soll, sein. 128 Züge werden während der aktiven Bauzeit täglich durch die Markkleeberger Wohngebiete mit 80 km/h rasen und dies ohne jeglichen Lärmschutz. Über die Bahnschranke in der Rathausstraße wird tagsüber alle 10 Minuten ein Zug rollen. Die Schließzeiten werden also die Öffnungszeiten übersteigen, den Verkehr zum Erliegen bringen. Und selbst nach dem Ende der Baumaßnahmen soll die Waldbahnstrecke weiterhin genutzt werden. Das unsere Stadt dadurch zerschnitten wird, der Auwald samt Vogelschutzgebiet durchfahren wird, Wegebeziehungen zum Cospudener See durch unbeschrankte Übergänge zur Gefahr werden, als das sind Gründe, die nur eine Konsequenz haben dürfen: Die Stilllegung der Strecke.
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auch auf den Seiten der Bürgerinitiative „Stoppt die Waldbahn" unter www.stopp-waldbahn.de.



