Fördermittel für Schwimmhalle lassen weiter auf sich warten
Die Planungen der Stadt Markkleeberg für den Schwimmhallenneubau am Bahnhof sind längst fertig. Der Markkleeberger Stadtrat bestätigte bereits im August 2010 die Entwurfsplanung als Grundlage für den Fördermittelantrag, allerdings ohne die Stimmen der CDU-Fraktion, die sich bei diesem wichtigen Projekt der Stimme enthielt. Die Stadt hat die Eigenmittel in der Rücklage bereitgestellt, benötigt aber zur Umsetzung ca. 2 Millionen Euro Fördergelder vom Freistaat Sachsen. Für 2011 wurde der Antrag Anfang des Jahres durch das Kultusministerium abgelehnt. Bei der Verteilung zusätzlicher Mittel infolge von Steuermehreinnahmen des Landes im Juni 2011 wurde Markkleeberg nicht berücksichtigt.
Grund genug für die Landtagsabgeordnete Petra Köpping bei Minister Roland Wöller schriftlich nachzufragen, wann denn mit Fördermitteln aus Dresden für die Markkleeberger Schwimmhalle zu rechnen sei. „Die Antwort des Ministers ist nicht zufriedenstellend. Erstens muss die Verteilung der 2,7 Mio. Euro Steuermehreinnahmen hinterfragt werden und zweitens wäre es für den Freistaat angesichts von 244 Mio. Euro Mehreinnahmen doch wohl kein Problem gewesen das Förderprogramm weiter aufzustocken, statt die Reserven des Freistaates aufzufüllen", so Köpping.
„Vielleicht wäre es für uns einfacher Fördermittel zu bekommen, wenn ein Minister hier seinen Wahlkreis hätte. Von der Markkleeberger CDU ist kaum Unterstützung zu erwarten, denn wer sich beim Beschluss im Stadtrat der Stimme enthält, wird nicht mit Begeisterung in Dresden Werbung für unser Schwimmhallenprojekt machen", ergänzt Karsten Schütze, Vorsitzender der Markkleeberger SPD. „Doch vielleicht gibt es ja 2013 im Vorfeld der nächsten Landtagswahl großzügige Geschenke aus Dresden. Mit Sachargumenten, wie der dringend notwendigen Absicherung des Schwimmunterrichtes, kann man offenbar derzeit in Dresden nicht punkten", so Schütze weiter.
„Studien des DLRG-Bundesverbandes zufolge sind deutschlandweit rund 50 Prozent der Grundschüler nach der vierten Klasse nicht schwimmsicher. In Anbetracht der Seen in unserer Umgebung haben wir hier doch eine besondere Verantwortung", so Petra Köpping. „Eine witterungsabhängige Woche Schwimmkurs im Freibad pro Schuljahr ersetzt nicht den Schwimmunterricht", ergänzt Karsten Schütze. Und beide sind sich einig: Wir werden uns weiterhin für eine Schwimmhalle in Markkleeberg stark machen.



