Sorge um Polizeistandort Markkleeberg
Die Sächsische Landesregierung hat im Januar ihr Konzept zur Neuordnung der Behördenstandorte vorgestellt. Auch in der Polizeistruktur sind Veränderungen geplant. So sollen bis 2020 in Sachsen 2631 Stellen bei der Polizei abgebaut werden. Auch Markkleeberg ist direkt betroffen. In Zukunft wird es in Markkleeberg kein Polizeirevier mehr geben, sondern lediglich einen Polizeistandort. Markkleeberg wird damit auf eine Stufe mit Kitzscher, Nerchau oder Hohburg gestellt. Der gesamte Landkreis Leipzig verfügt nach den Plänen der Landesregierung dann, als einziger Landkreis Sachsens, lediglich über zwei Polizeireviere, in Borna und Grimma.
„Die Frage nach den Sachargumenten für diese Entscheidung muss erlaubt sein. Betrachtet man die Einwohnerzahl und -entwicklung, die räumliche Ausdehnung des Standortes, die durch die Randlage zur Großstadt beeinflusste Kriminalitätsstatistik, die Tourismus-Entwicklung oder auch das sanierte Gebäude der Markkleeberger Polizei, erscheint die Abstufung des Polizeistandortes Markkleeberg mehr als fragwürdig", so der Markkleeberger SPD-Vorsitzende Karsten Schütze. „Es gibt also viele gute Gründe, die für ein Polizeirevier in Markkleeberg sprechen.Gerade auch vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl von Eigentumsdelikten ist es doch ein Recht der Bürgerinnen und Bürger eine größere Sicherheit einzufordern. Leider wird durch das Konzept der Landesregierung genau das Gegenteil bewirkt", so Schütze weiter.
Mit großer Verwunderung muss man zur Kenntnis nehmen, dass die Landtagsabgeordneten Oliver Fritzsche (CDU) und Anja Jonas (FDP) die Reform der Landesregierung sogar noch als Erfolg für Markkleeberg verkaufen. „Die Gründe für diese Einschätzung erschließen sich mir nicht. Im Vergleich zu anderen sächsischen Mittelzentrum liegt hier eindeutig eine Ungleichbehandlung Markkleebergs vor", so Schütze. Die Markkleeberger Landtagsabgeordneten sind aufgefordert, sich aktiv für die Sicherheit in ihrer Stadt einzusetzen. Das Polizeirevier Markkleeberg muss erhalten bleiben.




