Naturlandschaften statt lärmende Verkehrsadern

Die Hochstraße im agra-Park muss erneuert werden, da die Brückenkonstruktion Schäden aufweist. Doch nicht nur das: Um dem erhöhten Verkehrsaufkommen zukünftig gerecht zu werden muss die Straße zusätzlich verbreitert werden. Durch die Anbindung der Bundesautobahnen A 38 und A 72 wird die B2/B95 über dem agra-Park zu einer vielbefahrenen Hauptverkehrsader mitten durch eine Erholungslandschaft.

Eine zunehmende Lärmbelastung der Markkleeberger Bevölkerung ist somit vorprogrammiert. Ganz hart kommt es für die Markkleeberger durch die mindestens vierjährigen Bauarbeiten an der Eisenbahnstrecke Leipzig-Hof und nicht zuletzt durch den Umleitungsverkehr über die Waldbahnstrecke. Ganz ungeschützt ist mit Lärmemissionen zu rechnen, die als gesundheitsgefährdend einzustufen sind.

Der Kampf um Lärmminderungen offenbart einen Konflikt zwischen wirtschaftlichen Interessen und der Schutzwürdigkeit des Menschen. Die Priorität in diesem Konflikt muss die Gesundheit der Anwohner sein. Insofern fordern wir in erster Linie Lösungen im Interesse der Bewohner Markkleebergs.

Die Chance eine neue Lösung für die Hochstraße im agra-Park zu finden, muss genutzt werden. Wer für 900 Millionen Euro einen Eisenbahntunnel baut, sollte auch noch etwas Geld übrig haben, um eine lärmmindernde Tunnelvariante für die B2/B95 zu finanzieren. Das Mindeste sollte eine umfängliche Variantenuntersuchung sein, die über ein Planfeststellungsverfahren läuft. Dazu gehört auch die Berücksichtigung von Verkehrsprognosen.

Die Markkleeberger SPD wird sich in den nächsten Wochen verstärkt dieser Thematik widmen. So werden wir auf einer öffentlichen Veranstaltung im März mit Vertretern des Bundesumweltamtes über die schädigende Wirkung von Verkehrslärm aufklären. Die Zukunftsprognose von Markkleeberg darf nicht mit der einmaligen Lage inmitten von lärmenden Hauptverkehrswegen verbunden sein, sondern mit der einmaligen Erholungslandschaft einer einst geschundenen Bergbauregion.

 

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