Zur Familienfreundlichkeit gehört auch, benötigte Krippenplätze bereitzustellen!

Die Sondersitzung des Markkleeberger Stadtrates am 5.8.2015 war durch eine für uns befremdliche Diskussion einiger Stadträte aus den Fraktionen der CDU und die LINKE zum Beschluss über die Finanzierung der Errichtung einer vorübergehenden Kita in der Raschwitzer Straße gekennzeichnet. Hatte der Stadtrat auf seiner vorhergehenden Sitzung die Errichtung noch mit großer Mehrheit beschlossen, so war es dieses Mal nur die SPD-Fraktion, die geschlossen für die Finanzierung des Interims-Baus stimmte. Die anwesenden CDU-Stadträte waren allesamt dagegen.

Der Stadtverwaltung wird eine mangelhafte Planung vorgeworfen. Diesen Vorwurf halten wir für unangebracht. Zwar ist die Zahl der Kinder, die einen Krippenplatz beanspruchen können, nun höher, als die für 2015 von der Stadt vorgesehene Planung. Jedoch ist eine Kitaplatz-Bedarfsplanung auch immer ein Blick in die Glaskugel. Das hat verschiedene Gründe: Schwangerschaften sind nicht meldepflichtig, Eltern melden ihre Kinder nicht immer mit der Geburt an, sondern manche zeitlich stark verzögert, es ziehen Familien mit Kindern nach Markkleeberg, andere Familien ziehen weg. Zudem nehmen immer mehr Eltern ihren Anspruch auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind wahr. Mittlerweile geht die Stadt von 94% der Eltern aus (es waren mal 34%). Ursache dafür ist der seit 01.08.2013 gültige Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz.

Seit 2013 sind in Markkleeberg ca. 200 neue Kita-Plätze geschaffen worden. Doch die Kita-Bedarfsplanung des Landkreises vom April 2015 weist für das Schuljahr 2015/2016 ein Defizit von 72 Krippenplätzen aus. Natürlich kann niemand sagen, wie viele von diesen 72 Plätzen tatsächlich in Anspruch genommen werden. Vielleicht ist das Defizit sogar noch größer. Es ist für uns deshalb nicht nachvollziehbar, warum die CDU Krippenplätze verweigert und stattdessen lieber Klagen auf Verdienstausfall in Kauf nimmt, die die Stadt teurer zu stehen kommen könnten, als es die Interims-Lösung ist. Der Stadtverwaltung kann man hingegen nur schwer einen Vorwurf machen. Sondern man sollte sie sogar loben, dass sie eifrig nach Lösungen sucht. Die SPD Stadtratsfraktion unterstützt sie dabei im Interesse der Familien in unserer Stadt.

Wir meinen, dass Kinder und Familien wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung unsere Stadt sind. Eltern mit Kitaplatz können ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Für unserer Betriebe und Unternehmen ist es deshalb wichtig, wenn alle Eltern mit Kitaplätzen versorgt werden können. Es ist also nicht nur eine soziale, sondern auch eine wirtschaftliche Verantwortung, der wir uns als Stadträte bzw. als Stadt stellen müssen. Und das werden wir auch künftig tun, wenn ggf. weitere Kitas gebaut werden müssten!  SPD-Stadtratsfraktion

 

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