Zum Wohle unserer Kinder - Kitaneubau Sonnenweg trotz Mehrkosten

Was macht man als Stadtrat, wenn ein benötigtes Bauvorhaben um rund 812.000 Euro teurer wird, als ursprünglich geplant? Es handelt sich schließlich um sehr viel (Steuer)Geld! Nun, man sucht nach möglichen Alternativoptionen, wägt die jeweiligen Vor- und Nachteile ab und denkt über die Folgen nach, die diese oder jene Entscheidung haben würde.

Fakt ist, unsere Stadt benötigt aufgrund der Zuzugs- und Geburtenzahlen nach wie vor Kitaplätze. Zudem endet zum 31.12.2017 die Betriebserlaubnis für die Kita Purzelbaum in der Hauptstraße. Ebenfalls nur bis Jahresende sind die Container der Interims-Kita in der Raschwitzer Straße angemietet. Darüber hinaus wird der Kitaneubau im Sonnenweg mit Geld aus dem Investitionsprogramm „Brücken in die Zukunft" gefördert. Hätte man nun alternativ die Bauplanung von vorn begonnen oder das Bauvorhaben gänzlich gestoppt, gäbe es erst einmal keine neue Kita. Die Fördergelder wären ebenso weg. Die Container in der Raschwitzer Straße müssten länger als geplant angemietet werden. Das wiederum würde monatliche Zusatzkosten in fünfstelliger Höhe für die Stadt bedeuten. Und für die Kinder aus der Kita Purzelbaum müsste auch eine Lösung gefunden werden. Ohne Fördergelder wäre es dann für unsere Stadt schwieriger und viel teurer geworden, eine Kita zu bauen, die ja trotzdem benötigt wird.

Sie sehen, diese Alternativen bergen erhebliche Risiken. Die Entscheidung für die Bewilligung der Mehrkosten wurde somit zwar nicht unbedingt leichter, aber doch um einiges logischer. Und sie geschah zum Wohle unserer Kinder! Dieser Aspekt wurde in der Stadtratssitzung leider zu wenig berücksichtigt.

Sebastian Bothe, Vorsitzender Ortsverein SPD Markkleeberg

 

ZurückNach oben drucken
Termine
Facebook